pöbel pöbelt

…pöbel pöbelt nun mal. soweit so gut. was sich in dresden an einem wichtigen datum, einen dritten oktober zeigte, hat einen bitteren beigeschmack.  während in berlin der bundeshauptstadt, fast täglich für und gegen alles mögliche demonstriert wird, wird in dresden seit monaten kontinuierlich nur gegen zuwanderer und gegen deren mitgebrachte religion gestritten.  ich bin kein fan dieser religion oder überhaupt einer religion. wir haben jedoch eine vergangenheit zu der diese religionen gehören. und wir haben eine zukunft die wir nur erleben, wenn wir die erde als ganzes begreifen und gestalten. da helfen religionen nicht mehr. da hilft nur wissen, wie wir wasser in die sarah kriegen und strom aus der sonne. hinter den fluchten der zuwanderer steht das geschäftsmodell der fluchthelfer. überall wo flucht massenhaft stattfindet, gibt es das geschäftsmodell der fluchthelfer(schlepper). ein sehr einfaches geschäftsmodell, ähnlich dem des biblischen zöllners.

gegen diesen teil der zuwanderer demonstrieren also  bemerkenswerte teile der dresdener die sich in dieser stadt sehr wohl fühlen würden, wenn es dieses „gesox“ nicht gäbe. das tolle daran – dieser protest ist durch meinungsfreiheit  gedeckt. das schlechte, es schadet dem ansehen der stadt, dem land, dem ansehen der sachsen, dem der ostdeutschen. dieser protest verdrängt die erinnerung an den mut der leipziger und dresdener, die vor 26 jahren auf die strasse gingen ohne die sicherheit  dieser meinungsfreiheit. sie wollten es denen da oben zeigen und haben es ihnen gezeigt; haben ihre persönliche freiheit dafür riskiert, ihre jobs…ja, es ist nicht pathetisch zu sagen: ihr leben.

daran wird ein paar tage später, am neunten november, dem tag des mauerfalls, erinnert werden. es ging um lang anstehende veränderungen in  diesem land, um ein lebenswertes leben, dass man leben kann, auch wenn man bleibt. es ging darum, die wahl zu haben, gehen oder bleiben zu können. reisen können, andere kulturen kennen lernen dürfen. es ging nicht darum, andere kulturen abzulehnen, auszugrenzen. es ging um menschenrechte.

menschenrechte – das sind immer rechte für alle. das sind keine auschliesslichkeiten, für einen kreis exklusiver dresdener oder meissnerer. es ist das recht auf teneriffa zu leben, oder als spanier in dresden. das beschämende ist, und damit komme ich zum kern dieser schreibe, dass das wieder erwähnt, wieder erstritten werden muss. es ist kein verdienst in dresden, hamburg oder berlin geboren zu sein. keiner kann sich seiner sozialisierung entziehen. es ist ein verdienst derer, die die sozialisierung beeinflussen, das immer im auge zu haben.  es lebt sich nicht gut in städten mit einem fremdenfeindlichen, rassistischen klima. es gibt andere probleme mit dem klima und die die können wir nur gemeinsam lösen.

es demonstriert sich gut, wenn ich meine zunge nicht hüten muss. es demonstriert sich besser, wenn ich sie überlegt einsetze.

 

 

 

 

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