woher kommen wir, wohin

…gehen wir? wer ist wir? und sind wir schon wir? ja, vielleicht am schnellsten beim sport und hier wieder beim fußball und besonders dann, wenn ein spiel gewonnen wurde. aber ansonsten? wieweit sind wir mit der einheit der deutschen nach 25 jahren voran gekommen. am ehesten wohl, wenn es um die lebensverhältnisse geht, am wenigsten wenn es um die denkweisen geht, woher der scheinbare luxus kommt, wie er erkauft wurde. zunächst einmal mit dem alten prinzip jeglicher machterhaltung: teile und herrsche. den „luxus“ haben die 3/4 der ostdeutschen industriearbeiter mit dem verlust ihres arbeitsplatzes bezahlt. zahlreiche industrieruinen in ostdeutschland erzählen davon. nicht jeder war flexibel genug, sich in den alten bundesländern nach einem neuen job umzusehen. das ist ein hoher preis der gezahlt wurde. dafür gab es im gegenzug eine währung mit der man bezahlen konnte und rechte, die einklagbar waren. sogar ein recht auf arbeitslosengeld…und asyl. mit dem einem recht war mehr anzufangen als mit dem anderem. aber man war nicht mehr ganz unten. es kamen welche ins land, denen es noch beschissener ging. die möglichkeit, sich mit denen zu solidarisieren, scheiterte schon an sprachlichen hürden. zu wenig abrufbares englisch,arabisch oder russisch. ausserdem, der fressneid. braucht man ja nur bei den deutschen schäferhunden zu schauen, wenn zu wenig da ist…

nun hat sich die chefin dieses landes entschlossen, aus humanitären gründen, eine anzahl von menschen, die auf der flucht vor krieg sind, nicht länger den überforderten eu-griechen allein zu überlassen, sondern spürbar zu helfen und zu sagen, wir schaffen das. seitdem steht in schland kein stein mehr auf dem anderen und es gibt kaum noch eine turnhalle in der wirklich geturnt wird. eine neue herausforderung! seit der abhakten wiedervereinigung – zu welchem preis auch immer – geht es jetzt um die integration von menschen, mit den wir nicht viel mehr gemein haben, als das menschsein. und das sollte reichen…zur weihnachtszeit.

p.s: die kinder werden später wieder quengeln und fragen: sind wir schon daaaa?

 

 

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Ein Gedanke zu „woher kommen wir, wohin

  1. SILVIA SPRINGORUM

    Stimmt mich nachdenklich… ‚…nicht mehr gemeinsam als das Menschsein‘ könnte man noch auf das Sein runterbrechen.
    Im Sein steckt immer die Möglichkeit des Werdens.
    Darin liegt der Schlüssel.
    Wir werden das schaffen.
    Wir schaffen das
    Wir werden das geschafft haben.

    Eine frohe Weihnachtszeit für dich!
    Silvia

    Antwort

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