spielzeugsoldaten

sollten es sein zu weihnachten. es wurden keine spielzeugsoldaten. irgendwas anderes, nicht gewünschtes, lag auf dem gabentisch. der kleine junge stapfte enttäuscht mit dem fuss auf. das war für den jähzornigen vater zu viel der undankbarkeit. mit dem besenstiel drosch er auf den sohn ein, den erstgeborenen. der flüchtete unters ehebett. es halft nicht, dass die mutter dazwischen ging. das vollendete den wutausbruch. er drosch den sohn windelweich, grün und blau. danach stotterte der junge wenn er den vater sah…und auch wenn er ihn nicht mehr sah. vorlesen in der schule war ein strafe.

der vater wurde eingezogen. war im russlandfeldzug, nur zu hause, um kurz für neue brüder zu sorgen. der junge sah seinen vater immer weniger. und als es hiess, er sei in russischer gefangenschaft war das stottern und die angst weg, nach vier jahren. vor den noch kommenden bomben hatte er weniger angst, als vor diesem vater.

als der vater, hochbetagt,auf dem sterbebett lag, rief er nach seinen söhnen. alle kamen – nur der erstgeborene nicht.

 

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