danke, frau fuchs

anfang oktober 89 bekamen wir ein zimmer im notaufnahmelager. nein, nicht marienfelde – das war dicht. da ging gar nichts mehr. richtig schön in mittelhesssen – giessen. das grosse zimmer am flurende des hauses „brandenburg“ war schon seit mitsommer besetzt. eine familie hatte es sich dort gemütlich gemacht, gemeinsam mit den flaschen vor der tür . nun gut, solange wollten wir die gastfreundschaft des hauses b. nicht in anspruch nehmen und liessen uns in hessen weiter schicken, ins knüllgebirge. klang irgendwie exotisch… und das war es auch. in einer bundeswehrkaserne wurden ein paar  blocks frei geräumt, in die wir einziehen durften. das behinderte den ausbildungsbetrieb der rekruten aber nur unwesentlich. rings um uns herum krabbelte und kommandierte es. kannte ich schon. musste ich nicht noch einmal haben.

eine freundliche frau fuchs, von beruf hauptmannsfrau, war so nett mir eine schreibmaschine zu borgen, auf der ich mein erstes bewerbungsschreiben schrieb. ja, und das reichte auch schon, um anzukommen – danke, frau fuchs.

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