die beziehung zu…

twitter…

…..ist unter umständen auch die kürzeste form von literatur, ein wert liegt in der beschreibung des moments, des gefühls. misslingt das, ist es immer noch ein guter entwurf.

im april sagte h.k. , eine erfahrene autorin auf twitter, zu mir, dass verständlich ist, dass nach fünfeinhalb jahren twittern mal die worte ausbleiben. das war ein kommentar zu einem tweet der sich mit einem fest und einem abschied beschäftigt. der tweet war in sekunden geschrieben und gepostet. da stand er nun, einer von vierzigtausend. ein abschied?

erste nachfragen kamen. nein, keine selbstverbrennung und beweihräucherung. eine notwendige pause, um die gedanken von der straße zu nehmen. sie sollen nicht immer wandern müssen…sollen etwas ausruhen. sollen mal den anderen beim denken zuschauen. sich zurück nehmen, die anderen bewundern, von ihnen lernen, sich mit ihnen freuen, den guten gedanken teilen. ich glaube, die funktion des teilens, oder retweeten, wie es bei twitter heisst, wird zu wenig genutzt. ich bewundere immer beide. denjenigen, der den tweet schrieb und denjenigen der die größe hatte, dem gefundenen gedanken noch einen extraflug zu spendieren.

als ich vor ein paar jahren zu twitter fand, hatte ich gerade einen heftigen sportunfall überstanden. dieser crash veränderte das ganze bisher gelebte leben, alle pläne. würde ich wieder laufen können? um diese frage drehte sich alles…und ja. es ging und es ging auch deswegen, weil mich einige emphatische seelen aus dem twitteroff tatsächlich aufmunterten. eigentlich total fremde, aber anteil nehmend an dem, was man der tl mitteilte. das ist verdammt viel beistand, wenn du aus einer narkose erwachst und nicht weisst, ob das bein noch lust zum laufen hat…oder eben nicht.

den twitternden nachtgedanken in der tl war das nicht klar. aber sie hatten halt auch so ein paar sachen im kopf, mit denen sie nicht allein bleiben wollten. und wollten zumindest gelesen, wenn schon nicht verstanden werden. lesen heisst – akzeptieren. oft reicht schon, dass einer zu verstehen gibt – „hmpf…, kann man so sehen.“

jahre später, nachdem ich schon ein paar hundert tweets und meter ohne krücken vorwärts kam, wollte ich  – bei einem szenetreffen – den aufmunterern danke sagen. irgendwie klappte das nicht. aber, ich habe profunde leute in der „margarete“ (kneipe in berlin) kennen gelernt…und deren dramen gleich mit. das letzte mal saßen wir bis halb fünf …oder halb sechs, morgens. ich hatte ein hotelzimmer im hostel, das ich nicht brauchte. ich erlebte gespräche, echtes Interesse – kein blabla. meine verabredung war irgendwann auch da. wir begrüßten uns und blieben dann jeweils bei den anderen leben und deren geschichten hängen. wir gingen zur selben zeit in der kalten frühe. jeder in sein hotel. vielleicht haben wir ein anderes mal mehr zeit füreinander. twitter wird immer eine kleine reise bleiben. eine traumhafte, vielleicht von station a nach b. keiner soll eine riskante bergbesteigung daraus machen…lieber, einen hopsenden stein auf einem frühlingswasser.

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu „die beziehung zu…

  1. thomrosenhagen

    Ich hoffe Du bist damit einverstanden wenn ich Deinen wunderbaren Beitrag reblogge…. Vieles (nicht alles…. ) davon kann ich sehr gut nachvollziehen…. Mein Blog und mein Getwitter gehen für mich eine synergetische Beziehung ein…

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s