fahrradmarke brandenburg

…war wahrscheinlich eine eigenmarke des fahrradhaendlers in dieser suedharzstadt beim lager dora. mit 10 oder 11 jahren hatte ich dieses weltentdeckungsmittel geschenkt bekommen und zeigte zum ersten mal so was wie dankbarkeit. schlagartig erweiterte sich der aktionsradius ueber das verwilderte lager dora hinaus. zu dritt, mal zu viert waren wir mit den raedern unterwegs und immer wieder entdeckten wir neue belueftungsschaechte für die gewaltigen karststollen dieser unterirdischen rüstungsfabrik. dann – auf einmal ein neuer stacheldrahtzaun hinter dem verrosteten lagerzaun; uups was war denn das! hundegebell…metallisches klicken, haltrufe! scheisse…wir waren an der zonengrenze…ohne es bemerkt zu haben. die raeder waren noch in sichtweite, das hundegebell kam naeher. ohne was zu sagen, rannten wir die 20 meter bis zum rad, schwangen uns auf und sausten den kleinen berghang wieder hinab. das hundegebell wurde schwaecher, gerettet. die berge der stadt die bis zu unserer straße führten, strampelten wir mit einer mopedartigen geschwindigkeit hinauf. am zerfallenen stadtmauerturm, unserem treffpunkt, dann endlich pause. was war passiert? wir haben unbewusst den grenzzipfel zwichen ost- und westdeutschland erwischt, der bis kurz vor die stadt geht. wir versprachen uns gegenseitig zu schweigen und alte stahlhelme und so’n zeugs künftig weiter östlich zu suchen.

p.s. ich kann mich nicht erinnern, dass es ausdrücklich verboten war, das lagergelände dora zu betreten; aber – man ging da einfach nicht hin; jedenfalls keiner von den alten.

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