Archiv für den Monat Oktober 2013

back to the root

das verlangen ist immer mal wieder da, aber wg. job, familie, dem aktuellem schnupfen geht es gerade nicht. doch dann gibt’s zufaelle und der wunsch scheint realisierbar; ein rest bequemlichkeit noch ueberwinden und auf geht’s.

auf geht’s hin zu der stelle, zu dem punkt, an dem man aufgehört hat, aufhören musste, dem innersten zu folgenden, das zu dieser zeit noch kein schweinehund war. dennoch, man konnte nicht in diesem leben bleiben, ein anderes bot sich an, das mit der grossen option des scheiterns. und flugs, schneller als vermutet, ist man raus aus jeglicher vertautheit und steckt im hamsterrad fest.

o.k. – hamsterrad war noch nicht nicht geläufige umgangssprache, aber das bild ist nicht weiter erklärungsbedürftig.
hamsterrad also; nun gut, den freunden ging es ähnlich, unterschieden in die, die es merken – oder eben nicht. die, die es merken, suchen sich verbuendete; die zeit z.b. oder besser die unzeit; solange,
bis sie wieder auf die richtige zeit treffen.

was ist die richtige zeit? vielleicht die zeit, die du brauchst um die verschütteten weichen zu finden, den punkt von dem aus das treiben im strom vor der erhofften zeit an ufern landete, überdachte ufer mit weichen betten und eigenem klingelschild, in einer anderen stadt an einem anderen fluss, mit einer anderen frau – aber doch noch im selben land.

diese, nach goethe benannte, stadt stank nach chemie, das land roch nach moder und braunkohlenasche, ein wiedererkennungseffekt fuer sehschwache. hier wollte man nicht wurzeln schlagen. also, weiter ziehn und doch immer auf’n sprung und immer alles und alle mitnehmen. da muss der sprung passen, willst du nicht auf der nase …oder im knast landen. die neue stadt roch nach wasser und wald, dafür moderte das land schlimmer denn je. es half keine gute waldluft mehr, da half nur einfaches banales abhaun, aber immer alle mitnehmen, nicht allein. und ähnlich das ankommen, immer alle an bord, nicht allein. sowas nennt man wohl familie und verantwortung, auch im neuen land.

familie ist nichts statisches; irgendwann bringen die kleinen suessen scheisser selber kleine suesse scheisser mit. dann bekommst du endlich einen titel: opa. damit ist die rentenfrage geklärt. vl. nehmen dich die enkel mal (vorübergehend) in ihrer wg auf.

mit den kindern wird es – aus gruenden – nicht funktionieren. du wirst versuchen, die enkel für diese alte, einzeln stehende eiche auf dem berg zu begeistern, wirst die kleine zuckertuete an den baum mit den grossen wurzeln haengen, als trostpreis, weil die grosse schultüte noch nicht dran ist.

du wirst wieder versuchen, die farben der toene zu erklären, sauerampfer und pfefferminz zeigen und auf den flug des habichts warten.

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