Archiv für den Monat September 2013

ruhiges meer

als ich in der koje lag, war lesen …und anderes nicht mehr moeglich. das viebrieren der mächtigen schiffsdiesel versetzte das schmale bett in eine instantschlafstimmung.
die faehre glitt dahin – ruhige see. mit dem abstand vom land, verkleinern sich die probleme und verschwinden ganz – bis ich wiederkomme. ein

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erster grund, nicht wieder zu kommen. aber dann wäre es eine flucht
und keine reise mehr. reisen sind erlaubte fluchten; fluchten unerlaubte
reisen.
freiheit bedeutet, die wahl zwischen beiden zu haben. ruhige see.

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enteignung eines verlassenen landes

…klingt nach oller kamelle; teils/ teils.

von vorn anfangen, im hier & jetzt:

nehmen wir den einkaufspalast von memel besser kleipeda, in litauen. ein riesenareal mit eingebettetem eishockeystadion und mehren hundert markenshops. bundesdeutsche provinz würde es einfach negieren: zu schön, um wahr zu sein (je, nach geschmack); jedenfalls gigantisch – moderner als das zeil in frankfurt oder das altehrwürdige kdw am witti in berlin.

das war’s auch schon zum konsum.
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was ist passiert? der ganze europäische osten, inklusive ostdeutschland wurde unabhängig von russischer dominanz. zu verdanken war das historisch denkenden russen und so weh mir das tut; dem ollen kohl.

das war’s mit dem dank.

kommen wir zum jetzt: das heisst europa. ein blick auf die landkarte reicht, um das zu begreifen. und wir müssen auf die tube drücken, weil das unsere zukunft ist.

das einzige was fehlt, ist der entwurf für diese zukunft.

soll es das modell der amsterdamer tulpenböres sein, wie jetzt, oder gibt es da noch was von…klugen köpfen nach dieser zeit?

(wird fortgesetzt).