von blaubeeren

las ich vor einigen tagen…und wie sich eine kühl wirkende machtpolitikerin aus dem osten als weniger kühl bis leicht gerissen verkaufte; was ja dann auch schon wieder passt. es ging darum, dass im osten, im staatlichen gemüsehandel, blaubeeren für vier märker aufgekauft und dieselbe menge für zwei märker abgegeben wurde; verkauft – trifft es hier nicht.

so, war dieser paul & paula-osten nunmal. der gemüsehandel schloss die option aus, dass kunden  zwei stunden später zu verkäufern wurden. es lag am staatlich verordneten glauben an das gute im menschen und im grossem und ganzen ‚funktionärte‘ dieser ergänzungshandel in der blaubeerzeit und in der gurkenzeit… und auf den erfolgslisten der verereinsvorsitzenden der schrebergärten. und so gurkten sie weiter bis an das ende ihrer tage.

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2 Gedanken zu „von blaubeeren

  1. monologe

    Nunja, davon habe ich auch gehört. Es handelte sich allerdings mehr um den Glauben an das Gute im und vom Kleingärtner, weniger um einen etwa „staatlich verordneten Glauben an das Gute im Menschen“. Wie man sieht, hat er beim Kleingärtner nicht und bei manchen Kunden auch nicht gefruchtet. Aber offenbar hängt man dem Glauben, bzw. dass es einen verordneten dieser Art gegeben haben könnte, im Westen weitaus gläubiger nach. Aber das ist verständlich, indem es eigentlich der Glaube an das Dumme im Menschen ist, und dieser trägt bekanntlich die größten Früchte. „Staatlicher Gemüsehandel“ ist natürlich Quatsch, wenn ichs mal so sagen darf, und die „Verordnung“ funktionierte wie jede Verordnung, eine Einrichtung, die eben für den Fall da ist, dass man auf einen Glauben an irgendwas im Menschen verzichten möchte: der Handel musste es einfach so durchziehn. An das Gute im Menschen per Verordnung hat doch nur der arme Teufel geglaubt, der sonst nie eine Gurke, ein paar Blaubeeren usw. gesehen hätte. Ich bitte Sie, Wallnuss! Selbstverständlich hat auch Verkaufspersonal gelegentlich mitverdient, aber ebenso selbstverständlich kam allerhand auch in die Regale – nein, untern Ladentisch wollte ich sagen. Ein bisschen was blieb frei verkäuflich, so war das Grücht. Die Sache mit den Blaubeeren und den Gurken, Kirschen, Pflaumen usw. kennt man hier unter dem Begriff „Subventionierung“. Der Glaube an das Gute im subventionierten Unternehmen kann im Westen freilich nicht staatlich verordnet werden, nur die Subventionierung selbst, was aufs selbe heraus kommt, aber man geht bestimmt nicht fehl, wenn man den Verdacht hegt, dass jene Blaubeersubventionierung (Brot wurde auch subventioniert, und so wurde es zentnerweise an Schweine verfüttert) vergleichsweise kleine Fische waren, sehr kleine Fische. Das Gute im Menschen dürfte im Osten etwa genauso verteilt gewesen sein, wie im bayerischen Landtag: 87 haben Familienangehörige beschäftigt, 108 nicht. Letztere könnten, es unterlassen zu sollen, als staatlich verordnet aufgefasst haben. An das Gute in ihnen kann man immerhin noch glauben.

    Antwort
    1. wallnussblog Autor

      danke für den kommentar, mir ging es hier weniger um den „trickbetrug“ sondern mehr um die (spärlichen) skizzen aus dem alltag einer spitzenpolitikerin aus templin. sie hat sich engagiert und sie hat promoviert; möglicherweise wäre sie in einer anderen konstallation auch staatsratsvorsitzende…

      Antwort

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