karneval

karneval war die gelegenheit alle hoffnungen auf alles zu verkleiden, besonders in schweren ostzeiten. die stadt in der börde feiert ihren carneval seit 1954. zufällig trug der namensgeber der hochschule den vornamen eines friesischen komikers. der hatte seine höhepunkte mit musischen sketchen in den 1970-igern. das original war aus teilunsgründen seiner zeit nicht zu haben, dafür eine bestkopie – die wir studenten bei jedem carnevalsauftritt frenetisch feierten.
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dazu musste man aber erstmal an karten kommen. goldstaub zu besorgen, schien einfacher. es war bekannt, dass man eine chance hat, wenn man irgendwie bei den organisatoren mitmacht – und sei es als türsteher. wacheschieben hatte ich wehrpflichtgesetzmässig gelernt. so war meine erste bekanntschaft mit diesem carneval eine dienstliche. es waren ein paar notausgänge
feuerpolizeilich zu bewachen. sie wurden mit fetten kältehemmenden filzvorhängen geschützt. diese vorhänge waren im laufe der verkündeten kussfreiheit ein bevorzugter rückzugsraum für sich gerade findende pärchen. aus mitleid mit meinem harten job am notausgang gab es hin und wieder ein ehrenküsschen. zum ende am morgen hatte ich von der veranstaltung nicht viel mitbekommen, bis auf das küsssen in geschützten lagen.

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