station teterow

…wurde gesagt. ich fragte noch mal nach wohin? teterow! aha. möglicherwiese habe ich den einberufungsbefehl an diesem ersten novemberabend nicht genau gelesen, nur die rückseite, die folgenbelehrung, besser die nichtfolgebelehrung. aber ich folgte ja – noch. es war mein erster befehl und mit befehlsverweigerung konnte ich demzufolge nicht so gut umgehen.
teterow – der zug im harzvorland füllte sich mit einberufenen nach teterow. ich weiss nicht mehr, ob es noch einen letzten kuss am bahnsteig gab. wichtig waren die abende davor; das lange abschiednehmen. im wagon kreiste ein flasche nordhäuser doppelkorn, schon heimlich, weil es wohl einen befehl gab, der
aber nicht bindend war, was die warmgetrunkenen einberufenen schon zu wissen schienen. ausserdem war ihnen ihr zustand egal, trotz nüchternheitsbefehl.
es war gut, nicht ganz trocken (nüchtern) in teterow anzukommen. denn dann wurde es
schlagartig anders. russische ural-lkw’s warteten auf uns nochzivilisten. und der
ton bei der verladung der frischen war ein ruppiger. klappe zu, affe tot, abfahrt. wohin ? altwarp! was’n das für’n kaff. is’n kaff im haff, sagte der fahrer, hahaha. aha.
die ankunft erfolgte nach zwei, drei stunden fahrt. die besoffenen waren zwischenzeitlich wieder nüchtern. es muss dunkler früher morgen gewesen sein, als wir ankamen. wach brauchte man nicht zu sein. es lief eine automatismus ab, der sich einkleiden nannte – und mensch abgeben, fügte ich für mich hinzu.

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