Archiv für den Monat Juni 2010

sommermärchen 2

fußball ist so schön verrückt. da gab es einen riesendämpfer von serbien und nun der überzeugende sieg gegen england. gerade tanzt mardonna seine freudenhüpfer am spielfeldrand. mexico verkürzt auf 3:1. es wird fussball gespielt offensiv und mit spielwitz. eine sache die alle verstehen und die alle begeistert. selbst wer sich dem verweigert, kann sich dem in normaler umgebung nicht entziehen. am fussball kann man gut die erste arbeitsteilung in jäger und sammler erkennen. beim fussball handelt es sich um 11 jäger die mit einem gemeinsamen speer ( jetzt ball) ein mamut (tor schiessen) erlegen. hat der speer getroffen, gibt es riesenjubel. der stamm kann wochenlang essen und muß nicht jagen (arbeiten) gehn. so eine faulenzerei können wir uns allerdings heute nicht mehr leisten. wir müssen andere stämme retten, die gerade kein mamut getroffen haben. deshalb gibt es nach der jagd (dem spiel) etwas gegorenes honigwasser (heutzutage mit gerste ersetzt), das steigert erst den siegesrausch und macht anschliessend schön müde. das ist gut für den tiefen schlaf und die nächste jagd. argentinien : deutschland ? sommermärchen 2

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der reichtum der anderen

bevor man die statik einer tragfähigen brücke übergibt, hat man einiges ingenieurtechnisches wissen angehäuft.
ähnlich verhält es sich mit dem scheinbar mühelosen schreiben. habe heute bei ennomane hospitiert und mit schmunzeln des menschens liebstes thema – partner , die keine sind – in einer jour fitz nachlese (2) gelesen. die, die dabei waren, erinnern sich. für mich war das, was ennomane da in der rubrik „hirnwindung“ veröffentlicht, ein kleine offenbarung. er schreibt zu seinen erfahrungen mit onlinedatings und beziehungskisten… ein gute einführung zum brückenbau.

die hitze am morgen

das sind sie also die tage – nach denen wir uns einen winter lang gesehnt haben. halb fünf – streng nach der vogeluhr- setzt er ein, der twittersound der natur. dem folgt das gebrumm der laster im fernverkehr und dem dem wiederun das allgemeine – nicht mehr zu unterscheidende- gedröhn der pkw. wer da noch schlafen kann, muss eine harte nacht gehabt haben. jetzt wird das laken auch zu warm. ich geh duschen und beteilige mich an der allgemeinen lärmkulisse.

katze aus dem sack

jetzt ist die katze aus dem sack, oder auch der knüppel. je nach sicht & betroffenheit. das waren ja kurz nach der wende paradiesische zustände – für die einen freiheiheit & konsum
für die anderen wachstum an bedeutung, ohne nennenswerte einschränkungen. jetzt schränken wir uns gesamtdeutsch ein. das hilft am besten beim zusammenwachsen. in den
kommenden tagen der fussball-wm trifft wohl der satz vom alten kaiser wilhelm in abwandlung zu: ich kenne keine parteien mehr – sondern nur noch deutsche… fussballfans.

dem sommermärchen entgegen

es hätte alles so schön sein können, wäre horst im horst geblieben. so droht uns nicht nur die währung flöten zu gehen, sondern auch das amt von dem schaden abzuwenden …bla,bla,bla. hier hat sich was überlebt. das hat köhler in aller deutlichkeit gezeigt und zumindest dafür hat er anerkennung verdient. die korrektiv-funktion sollte mit mehr kraft
ausgestattet werden. dazu bedarf es allerdings einer breiteren demokratischen legitimation…diese thema liegt also auch noch auf dem tisch; solange die deutschen gut fußball spielen – also uns ein sommermärchen bieten- ist es irrelevant.

ein fisch allein – das muss nicht sein

so, ein kleiner welcome-artikel ist geschrieben, was nun liebe wallnuss ? als ich im herbst des vergangenen jahres mit dem wallnuss-account bei twitter startete, war unklar, ob das nun ein männlicher oder weiblicher – oder irgendwie doch andersrum orientierter teilnehmer des „funkverkehrs“ ist. die karawane stürzt sich auf den neuen, schnüffelt ein biß’chen – gibt ein eindeutig, zweideutiges angebot ab und …zieht weiter, neuen abenteuern entgegen. auch ich möchte möglichst unbeschwert von irgendwelchen rücksichtnahmen, schreiben wie mir der sinn steht. deswegen finde ich avatare gut & sinnvoll und dabei möchte ich es möglichst lange belassen.